
Die zunehmende Nutzung von Kryptowährungen führt zu steigenden Betrugsfällen, insbesondere durch Phishing-Attacken. Klassische sachenrechtliche Institutionen stoßen hierbei an ihre Grenzen. Der Beitrag untersucht die zivil- und strafrechtliche Zuordnung gestohlener Kryptowährungen, die Bedeutung der Blockchain als Beweismittel sowie die praktische Durchsetzbarkeit von Rückforderungsansprüchen anhand eines realistischen Fallbeispiels. Dabei werden Problemfelder, Anspruchsgrundlagen und Dogmatik erörtert.

Phishing-Mails im Namen von Ledger nehmen massiv zu. Betrüger nutzen gezielt Vertrauen, Angst und Zeitdruck, um Nutzer zu riskanten Handlungen zu verleiten. Die E-Mails wirken täuschend echt, führen jedoch auf gefälschte Seiten. Wichtigste Regel: Ledger fordert niemals per E-Mail sicherheitsrelevante Aktionen. Wer verdächtige Ledger-E-Mails erhält, sollte wachsam bleiben, keine Links anklicken und konsequent prüfen.

Bei einem Krypto-Betrug im Kreis Sigmaringen wurden Kryptowährungen im Wert von rund 100.000 US-Dollar sichergestellt. Der Fall zeigt die Bedeutung spezialisierter Blockchain-Forensik bei der Aufklärung moderner Krypto-Scams. Die Krypto Investigation unterstützte die Ermittlungen durch die forensische Analyse der Transaktionsspuren.